Formulargestaltung

Was bedeutet ein leeres elektronisches Formular für einen Webseiten-Besucher? Genau, Arbeit! Web-Formulare sind lästig und werden so oft es geht gemieden, dessen sollte man sich als Web-Entwickler bewusst sein. Dennoch lässt es sich oft nicht umgehen ein solches Formular in die Webseite einzubetten (z.B. für die Benutzer-Registrierung). Was macht ein gutes Formular aus?

Wenn es aufgrund der Anzahl an Eingabefeldern nötig wird das Formular auf mehrere Seiten zu verteilen, ist es ratsam ein Konzept (engl. „Style-Guide“) zu entwerfen. Bei der Planung sind Abstände zu den Elementen, Eingabelängen der zu erwartenden Informationen, Vorgaben (engl. „Defaults“), Design und Anordnung, Datentypen und reguläre Ausdrücke für die Datenprüfung zu überlegen. Anzumerken ist, dass mehr Informationen zu Formularelementen besser sind als zu wenig. Für den Besucher kann es ärgerlich sein, wenn erst nach Abschicken des Formulars Hinweise zu den Datenfeldern erscheinen.

Abbildung 1 Beispielentwurf für ein stimmiges Formularkonzept

Der Benutzer muss vor dem Ausfüllen eines Eingabefeldes wissen, was er einzugeben hat. Es bietet sich an, unter jeder Feldbeschriftung (engl. „Label“) einen kleinen Hinweistext abzubilden (s. Abbildung 1). Bei einem mehrseitigen Layout ist zu berücksichtigen, dass der Auszufüllende vor-und zurückblättern kann und das ihm angezeigt wird auf welcher Seite er sich befindet (s. Abbildung 1). Des weiteren ist ein einleitender Text und wichtige Hinweise in den Kopfbereich des Formulars zu integrieren, auch wenn die meisten Benutzer diese Texte nicht lesen, spätestens, wenn mehr Informationen nötig werden, wird der Auszufüllende auf diese Informationsquelle zurückgreifen.
Man sollte dem Benutzer so viele Eingaben wie möglich ersparen (bsp. Ortsbestimmung über PLZ) um das Formular benutzerfreundlicher zu gestalten. Durch geschicktes Einsetzen von Abständen und Gruppierung kann dem Benutzer Zugehörigkeit von Label mit Eingabefeld signalisiert werden.
Um auf Plausibilität zu prüfen, haben sich reguläre Ausdrücke bewährt. Die Ausgabe der Fehler sollte mit einem Haupthinweis im Formularkopf und lokal an dem entsprechenden Feld angezeigt werden (s. Abbildung 1). Ein Fehlerhinweis kann relativ genau über den fehlgeschlagenen regulären Ausdruck angegeben werden. Der Benutzer sollte keinesfalls bei der Fehlersuche im Dunkeln tappen, um so präziser die Hinweise sind, desto benutzerfreundlicher ist das Formular.

Abschließend ist zu sagen, dass Formulare eine Hürde für einen Benutzer darstellen können, ausgedehnte Tests mit unabhängigen Personen gehören zur Pflicht eines Web-Entwicklers. Nur ein stimmiges Formular benötigt keine Unterstützung. Unstimmiges Fromulardesign kann Kosten verursachen (Anwender-Support).

Hinweis

Diese Anleitung ist ein praktischer Leitfaden ohne Gewähr.

Weiterführende Literatur

empfehlenswert sind folgende Bücher:

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Autor: admin
Datum: Dienstag, 29. Januar 2008 17:24
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